Freitag, 22. August 2025

Ankunft

 Der Reisebus wird um ca. 6.45 in Feucht Ankommen. 

Tag 14

Guten Abend  

Um 7.00 gab es schon Frühstück. Davor hatten alle ihren Koffer bereits gepackt bei uns zu sammeln. Während also die Teilnehmenden Frühstückten, verluden Sebbo und ich das Gepäck um es mit dem Kleinbus bis zu unserem Reisebus zu bringen. Dieser konnte die engen Waldwege bis zu unserem Haus nicht fahren. Im Anschluss an die zweite Fahrt war ein fleißiges Gewusel im Feriendomizil. Die Schlafzimmer mussten gekehrt, die Sanitäranlagen geputzt und der angefallene Müll entsorgt werden. Einer guten vorausgegangen Planung war es zu verdanken, dass wir mit allen Teilnehmenden um 9.30 zum Bus laufen konnten. Zu diesem Zeitpunkt suchte Sebbo vergebens den letzten noch fehlenden Freizeitbecher. Die Diebin konnte ich zu späterem Zeitpunkt mit der Hehlerware stellen. Mia, unsere Gym Maus, beteuerte sie habe das Abgesprochen. Ich werde ihr wohl glauben müssen. Fünf Minuten vor der Zeit ist des Busfahrers Pünktlichkeit oder irgendwie so. Nun sind wir über Helsingborg mit der Fähre nach Dänemark übergesetzt. Die Hausübergabe verzögerte sich etwas. Deshalb mussten Lara und Sebbo den Vorsprung des Reisebusses wieder einholen. Gute fünf Stunden und 400km später trafen wir sie dann wieder am Fährhafen. Kurz bevor der Materialbus neben uns hielt bemerkten unsere  Teilis dass unser Leitung Lara weg ist. Diese schnelle Auffassungsgabe sorgt doch immer wieder bei uns Ehrenamtlichen für ungemeine Erheiterung. Aber nach zwei Wochen Freizeit und konstantem Schlafentzug kann einem solch eine Denkpause mal eingeräumt werden. Zwischenzeitlich sind wir wieder in Deutschland angekommen.

Mit gut durchgewirbelte Haare von der Meeresbrise fuhren wir durch Dänemark. Mittels Fähre erreichten wir dann wieder deutsches Festland. Wenn man dem Navi glauben darf, dann sind wir ca. um 7.00 am Samstag den 23.08.2025 in Feucht. Gerade sind wir irgendwo über Hamburg.


Eine gute Nacht bis morgen Früh

Marco & Marlene und das Freizeit Team freuen uns auf ein wiedersehen









Tag 13

 Guten morgääähn, 


heute am letzten ganzen Tag in Schweden gab es ein Plünderfrühstück. Alle Vorräte, die bis jetzt nicht aufgebraucht wurden, kamen auf das morgendliche Buffet. Wo der ganze Joghurt im Kühlschrank her kam ist nicht mehr rekonstruierbar. Mit Nektarinen, Bananen und Äpfeln war der Fruchtjoghurt eine Alternative zum omnipräsenten Weißbrot. Bei einer Runde „ich packe meinen Koffer“ und nehme hoffentlich alle meine Sachen wieder mit, sollten die Habseligkeiten in den eigenen Koffer verfrachtet werden. Hierbei entdeckte so manches Zimmer, dass unter der ganzen Wäsche auch noch Boden ist. Ich habe ja seit langem die Theorie, dass solche Jugendfreizeiten einer Kleidertauschbörse mit Überraschungsfaktor gleich kommen. An Tag 1: Bettenanzahl = Kofferanzahl, in das Zimmer. Gut durchmischen, am Ende der Freizeit: alle Koffer wieder füllen. Der Beweis ist noch nicht geliefert. Sofern diese Aufgabe von jedem im eigenem Verständnis von „Fertigstellen“ erledigt wurde, konnten die letzten Kreativprojekte vollendet werden. Mittags gab es dann noch mal Hot Dogs. Die Kalkulation von 120 Semmeln für 45 Personen war unbeabsichtigter Weise für zwei Mahlzeiten ausgelegt. 15 Eier waren auch noch über. Dank einiger fleißiger Teilnehmenden verwandelten sich die Eier vermengt mit Mehl und Milch zu einem grandiosen Teig. Dieser wurde dann in einer Pfanne zu sogenannten Pfannkuchen herausgebacken. Diese schmackhafte Nachspeise konnte mit Nutella oder Ahornsirup Topping garniert werden. Bei manchen war Ahornsirupsuppe mit Pfannkucheneinlage der treffendere Ausdruck.


In einem ersten Streifzug durch unsere Heimat auf Zeit räumten wir die ersten Gegenstände der letzten Aktionen auf. Es waren aber auch noch viele mit den Vorbereitungen zum Bunten Abend beschäftigt. Just in Time wurden Videos gedreht und das Freizeitlied vertont. 

Abends gab es einen „Friss dich dumm Topf“. Hierbei ärgerten wir uns zum letzten mal über die viel zu schwachen Kochstellen. Der Energiebedarf für die Zubereitung von 7,5 KG Eintopf ist halt nicht mit Hausgeräten in einer normalen Zeit zu bewältigen. Leicht verspätet hätte der Bunte Abend beginnen können. Außerplanmäßig verstopfte noch der Küchenabfluss. In rhythmischen Bewegungen, ähnlich wie bei der Herzdruckmassage, versuchten Sebbo und ich den Abfluss der beiden Waschbecken freizupömpeln. Auf der Zielgeraden mit der Reinigung wurden wir von den Teilis über das Abtreiben des Volleyballs im See unterrichtet. Wagemutig stürzte Sebbo sich in die eiskalten Fluten um den Volleyball, der missbräuchlicher Weise als Fußball zweckentfremdet wurde, zu retten. Nach den spontanen Programmeinschüben erheiterten uns die fantastischen Beiträge unserer Teilnehmenden. Ob eigens umgedichtete originelle Liedtexte oder eine Nachrichtenshow über die Geschehnisse auf der Freizeit. Mit viel Herzblut konnten wir die Früchte der Arbeit der motivierten Jugendlichen begutachten. Aber auch ein Kahootquiz war auf dem Abendprogramm gestanden. Eigentlich sollte ja jeder hier mit 100 Punkten abschließen. Ich musste mich jedoch mit ca. 50% der Punkte als unglaublich schlechten Quizzer betiteln. 

In den Pausen des umfangreichen Abends lagen die Liederhefte von allen aus. Auf den letzten Seiten konnten von jedem noch mal nette Nachrichten verfasst werden. Es ist so schön einige Tage nach der Freizeit diese persönlichen, stärkenden Worte zu lesen.


Nach der Andacht zum Thema Segeln, unterlegt mit der passenden Musik (I‘m Sailing) und einer menge Papierbote war es dann schon um 23.00 Uhr still in den Schlafgemächern. Morgen ist unser Abreisetag. Geplant wollen wir um 10.00 Uhr abfahren. Unter Anbetracht der noch anstehenden Aufgaben wird es kein Zuckerschlecken werden.


Mit besten Grüßen

Marco & Marlene










Tag 12

Aufgrund des abwechslungsreichen Programmes unserer Teilnehmenden haben wir wohl bei der Planung unsere Ruhezeiten vergessen. Deshalb reichen wir nun, der Vollständigkeit halber, die fehlenden Blogbeiträge nach. Die rund 21 Stunden Busfahrt, die jetzt vor uns liegen, wollen natürlich irgendwie gefüllt werden und die ersten werden auf jeden Fall für den Blog genutzt. 

Heute starteten wir etwas später in den Tag als gewöhnlich. Aufgrund der mitternächtlichen Rückkunft aus Stockholm haben wir das Frühstück auf 9:30 Uhr verschoben. Nach diesem entspannten Start in den Tag ging es vormittags los mit Workshops. Der eigenen Kreativität waren nur wenige Grenzen gesetzt. Beim Batiken kamen nun endlich die mitgebrachten weißen T-Shirts zum Einsatz. Mit Gummibändern und Jutegarn konnten zuerst Muster abgebunden werden. Die Kleidungsstücke werden dann in Eimer mit verschiedenen Farben getaucht. Nach etwas Einwirkzeit konnten die Bänder entfernt, die überflüssige Farbe ausgewaschen und die Ergebnisse bewundert werden. Zusätzlich konnte in der Küche Wachs eingeschmolzen, gefärbt und in neue Formen gegossen werden. Hierbei gilt dringend darauf zu achten, dass die Öffnung für den Docht in den Formen nicht zu groß ist, da sich das Wachs sonst natürlich wieder aus der Form und auf den Boden verteilt. Mit der Kerzenmenge für 25 Candle light Dinner könne sich die Daheimgebliebenen auf besinnliche Stunden freuen.


Abseits der Mainstream Sportarten war auch wieder einiges geboten. Egal ob Balanceübungen auf der Slackline, Spike Ball, Wikingerschach oder das Rounder Trainingslager für 2026, es war für alle etwas dabei. So viel Sport sogt selbst bei mir für leichte Erschöpfungserscheinungen. Bei meinem Mittagsschlaf in der Sonnen kaperten die Teiles mein Handy und machten Selfies.


Am Nachmittag war ebenfalls die Kreativität unserer Teilnehmenden gefragt. Mit drei zugelosten Gegenständen sollte eine ganz neue Erfindung entstehen. Diese Erfindung musste natürlich auch vor einer Jury präsentiert werden. Die erfolgreichen Investorinnen und Investoren Melanie von und zu Reitimwinkel-Koops, Mia Mastermind, Franz Ferdinand von Herrlach und Maper Kerman beurteilten die vorgestellten Produkte und konnten Punkte dafür vergeben. 


Eine Speise, die kaum aus Schweden wegzudenken ist, sind die Hot Dogs. Deshalb gab es diese heute zum Abendessen. Ob mit normalen oder veganen Würstchen, mit Essiggurken, Röstzwiebeln, karamellisierten Zwiebeln oder verschiedensten Saucen, es war für jeden Geschmack etwas dabei.


Abends galt es die grauen Zellen zu aktivieren. Gemeinsam sollte durch logisches Denken ein Escape Room gelöst werden. Ziel war es, einen Hochsicherheitstresor der Bank zu entleeren und danach unentdeckt wieder zu flüchten. Dafür mussten natürlich einige Rätsel gelöst und Sicherheitssysteme außer Kraft gesetzt werden.

Währenddessen spielten sich vor dem Haus merkwürdige Szenen ab. Im schatten der Dunkelheit machten sich Sebbo und Marco am kleinen Klohäusen im Garten zu schaffen. Das sehr sporadische stille Örtchen hatte nur eine Keramik mit Waschbecken. Bei den nächlichen Temperatur von 12 Grad war der gang zur Erleichterung eher ein notwendiges Übel. Also kam mir eines Abends die Idee, das könnt man doch ändern. Mit gemeinsamen Erfindergeist erhielt das Häuschen einige Modifikationen. Der Heizlüfter war wohl die geringste Veränderung. Eine Nebelmaschine, Leuchten aus der Veranstaltungstechnik und dem passenden Beat aus der  Musikbox sorgte bei den ersten Gästen für Verwirrung. Als sich der Erlebnisklogang herumgesprochen hatte, bildete sich eine Traube an Partygästen.

Nach etwas Feierei in der Clubtoilette hörten wir noch eine Andacht zum Thema zeitverschwenden.















Tag 11

God morgon,

heute ging es für uns schon sehr früh raus. Der Küchendienst bereitete bereits um 6:15 Uhr das Frühstück vor. Dabei war es jedem freigestellt, ob man direkt um 6:30 Uhr zum Frühstück kam, etwas später aufstand oder erst zum ersten festen Treffpunkt um 7:10 Uhr Bett verließ. Aber für diese frühen Zeiten gab es natürlich einen guten Grund. Wie gestern schon angekündigt machten wir uns heute auf den Weg in die schwedische Hauptstadt Stockholm. Der Name Stockholm leitet sich ab von den altschwedischen Wörtern „stokker“, zu deutsch „Baumstamm“ bzw. „Warenbestand“ und „holme“, also „kleine Insel“. 

Pünktlich um 7:30 Uhr ging die knapp viereinhalb stündige Fahrt los. Vor allem zu Beginn war es im Bus allerdings noch sehr ruhig, was untrennbar mit der frühen Uhrzeit zusammenhing. Irgendwann wurden aber doch die meisten wieder munter und der bei „Top oder Flop“ verloste Block kam für eine Runde „Werwolf“ zum Einsatz. Zwischendurch gab es noch eine kurze Pause an einer Raststätte mit Zugang zu einer allseits beliebten Schnellrestaurantkette mit eingängigem, goldenen Initial sowie Toiletten, die keinem Geschlecht zugeordnet waren, sondern einfach von allen gleichermaßen genutzt werden konnten. 

Angekommen in Stockholm gab es erst noch einige organisatorische Dinge zu klären, wie etwa die Abfahrtszeit am Abend. Um die Lenkzeiten unseres Busfahrers einhalten zu können entschieden wir uns dafür, zehn Stunden in Stockholm zu verbringen. Während dieser Zeit durften alle Teilnehmenden selbstständig in Gruppen mit mindestens drei Personen die Stadt erkunden. Dabei haben wir uns ganz bewusst für wenigstens drei Personen pro Gruppe entschieden, da im Fall einer Verletzung eine Person Hilfe holen und trotzdem noch jemand bei der verletzten Person bleiben kann. Außerdem wurden von allen Gruppen Bilder gemacht, um möglichst genaue Angaben machen zu können, falls eine Gruppe gesucht werden müsste. Nach all diesen Punkten und nachdem alle Kleingruppen entlassen waren, war es nun aber endlich für uns Teamer an der Zeit die Stadt unsicher zu machen.

Unser erster Stopp führte uns zum Stadshus, dem Rathaus von Stockholm. Besonders auffällig daran ist der 106 Meter hohe und ca. 24.000 Tonnen schwere Turm mit den drei Kronen auf dem Dach. Danach ging es direkt weiter zur Riddarholmskirche, die in Teilen bis in das 13. Jahrhundert zurückzuführen ist. Unser nächstes Ziel und definitiv ein Highlight dieses Tages war der königliche Palast. Pünktlich zur Wachübergabe kamen wir auf dem großen Vorplatz des Schlosses an. Innerhalb des imposanten Gebäudes war die königliche Kapelle frei zugänglich und wir konnten in den Genuss des pompösen Raumes kommen. Mit reichlichen Goldzierden, einem beeindruckenden Altarbild aus Marmor und einzigartigen Deckenmalereien ist diese auf jeden Fall den Besuch wert. 

Trotz allem staunen knurrten uns allen irgendwann die Mägen. Deshalb machten wir uns wieder auf den Weg zum bereits auserkorenen Restaurant. Dort genossen wir vegane Köttbullar, Lasagne, Salate, Süßkartoffelsuppe und Burger. Pappsatt und frisch gestärkt konnte das Sightseeing weitergehen. Jetzt zog es uns etwas tiefer in die „Gamla stan“, die historische Altstadt von Stockholm. Der Stadtkern liegt auf der Insel „Stadsholmen“. Von hier aus wurden all die anderen Inseln des Archipels, das Stockholm bildet, erschlossen. Verbunden durch Brücken, Schiffe und die U-Bahn ergibt sich so ein wunderschönes Stadtbild. Mitten in der Altstadt entdeckten wir an einem Haus einen Psalm, der auf deutsch geschrieben war. Die kurze Verwunderung über die Sprache klärte sich aber schnell wieder, da wir kurz darauf auf die deutsche evangelische Kirchengemeinde stießen. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts existiert die deutsche Gemeinde bereits und um 1640 wurde schließlich die Kirche erbaut. 

Weiter ging es für uns noch etwas tiefer in die „Gamla stan“, wo wir wunderschöne Fassaden bewundern und uns noch etwas vertrauter mit dem doch recht unebenen Kopfsteinpflaster machen konnten. 

Der nächste Stopp führte uns zum „Riksdagshuset“ dem schwedischen Reichstag. Der beeindruckende Gebäudekomplex wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und bildet auf der „Helgeandsholmen“, einer weiteren Insel des Archipels, einen Übergang zwischen den alten Häusern der Altstadt und modernen bauten sowie ausladenden Einkaufspassagen. Im moderneren Teil der Stadt wurde Marco unser Freizeitklassiker, das „Mörderspiel“, zum Verhängnis. Dabei geht es darum einer Person, die per Zettel zugelost wurde, einen Gegenstand in die Hand zu geben. Nimmt die Person, deren Name auf dem Zettel steht, den Gegenstand an, so ist sie im Spiel tot und muss ihren eigenen Zettel an den Mörder weitergeben. In diesem speziellen Fall hat Marco sich unglücklicher Weise selbst in einem Spielzeugladen getötet. Ich, Marlene, habe Steckenpferde entdeckt und da Marco sich bereits bei einem Spiel etwas genauer mit der Trendsportart Hobbyhorsing befassen konnte, wollte ich natürlich seine professionelle Meinung zu diesem Modell. Mit den Worten „Zeig mal her“ nahm er mir das Steckenpferd aus der Hand und tötete sich so kurzerhand selbst. Auf diesen Schock gab es dann erstmal ein Eis in einem schier endlos wirkenden Kaufhaus. 

Nun war es langsam schon wieder Zeit sich auf den Weg zurück zum Bus zu machen. Wir erkundeten noch den ein oder anderen Park, genossen die Aussicht auf den Brücken und schließlich am Bus angekommen gab es für alle nochmal die Möglichkeit sich im Supermarkt mit Snacks für die Busfahrt einzudecken. Im Anschluss zog ein Teil der Gruppe los um eine letzte Toilettenpause vor den anstehenden viereinhalb Stunden Busfahrt zu machen. Hierfür erfragten wir uns mangels öffentlicher Toiletten kurzerhand den Zugang zu den Toiletten in Restaurants, der uns zum Glück gestattet wurde. Zurück am Bus hieß es auch gleich wieder einsteigen, anschnallen und los geht es zurück nach Hause.

Nach diesem anstrengenden Tag sind nun alle froh, die Busfahrt dafür nutzen zu können sich etwas auszuruhen und bereits die ersten Stunden schlaf für diese Nacht zu verzeichnen.


















Ankunft

 Der Reisebus wird um ca. 6.45 in Feucht Ankommen.