Dienstag, 19. August 2025

Tag 10

Törööö, 

heute ging es in den Dschungel. Bei einer Realityshow in der Wildnis kam es auf mysteriöse Weise zu einem Mordfall. Die Kamerafrau sichtete das Bildmaterial als sie plötzlich leblos aufgefunden wurde. Die verschieden Akteure der Show sollten nun von unseren Nachwuchsermittlern befragt werden. In mehreren Runden kamen immer wieder neue Fakten auf. Es war gar nicht so einfach der Psychologin aber auch der möchtegern Influencerin die Infos zu entlocken. Somit führte die eine oder andere vermeintliche Spur ins Nichts. Letztendlich konnte der vermeintliche Täter entlarvt werden. Ich durfte während diese Programmpunktes etwas Auszeit genießen. Nach dem Aufräumen des Frühstücksbuffets und erledigen vom restlichen morgendlichen Kram widmete ich mich dem Elektrozaun. Ich suchte die Stellen im Elektrozaun, an denen die eingewachsenen Isolatoren Überschlagsstellen auf die Bäume verursachten. Seit der Beseitigung ist das nervige brazeln passé. Am Nachmittag fand dann das Teilnehmenden Kochen statt. Keinesfalls geht es hier um Kannibalismus sondern eher um das gemeinschaftliche Kochen eines Festmahles in drei Gängen. Selbstständig konnte die Gruppe für die Nachspeise, die Kanelbullar, dieses mal noch besser schmeckende Zimtschnecken zubereiten.

Als Vorspeise wurde aus Kichererbsen ein eigener Hummus zubereitet. Improvisiertes Tahin aus Sesam und Öl sollte diesen verfeinern. Dazu gab es Gemüsesticks. Diese musste geschnitten und optisch ansprechend angerichtet werden. Der Hauptgang sollte mit selbst gemachten Burgersemmeln und Pattys aus Fleisch als auch Bohnen mit Haferflocken ein echtes Highlight darbieten. Als Beilage gab es nochmal Pommes. Vorbeugend gegen Skorbut und weil das Einkaufsteam, wie schon erwähnt, Salat nicht von Kohl unterscheiden konnte verarbeiteten wir nochmal 2 Köpfe Weißkohl. Der saftige Krautsalat mit Karotten als Eyecatcher war eine Leckerei. Da die Küche nicht Platz für alle 36 Teilnehmenden hat wurde in Etappen gekocht. Alle anderen schnitten Videos, drehten Filme oder ließen anderweitig ihrer Kreativität freien Lauf. Weil wir morgen auf Wunsch unserer Teilis nach Stockholm fahren, ist es um 23.00 schon sehr leise. 


Bis Morgen aus der Hauptstadt 

Marco & Marlene













Tag 9

Guten Morgen, guten Morgen, Guten Morgen, Sonnenschein, Diese Nacht blieb dir verborgen.

Wie in dem Lied von Nana Mouskuri 1977 gesungen sollte es heute ein Atemberaubender Tag werden. Routiniert standen wieder alle pünktlich um 8.30 zum Frühstück im Speisesaal. Bei Weißbrot mit Marmelade oder Müsli mit Milch, dazu Kaffee, Tee oder auch Kaba begann für alle der Tag. Vereinzelt greift der ein oder andere Teilnehmende auch zum Apfel oder der Banane. Das Abendprogramm warf schon am Morgen seine Schatten voraus. Denn ein Werkstattgottesdienst sollte zusammen gezimmert werden. Also machten sich mehrere Kleingruppen an die Arbeit. Es sollte ein Anspiel geben, Lieder zur musikalischen Untermalung aber auch Gebete und Fürbitten sollten geschrieben werden. In der Dekogruppe wurde über den passenden Ort und die Gestaltung für das Fest geredet. Es lag natürlich nahe den Strand hierfür zu nutzen. Mit gemeinsamen Kräften hatten sie ein 2m hohes Holzkreuz aus weißen Birkenästen gefertigt. Die erste Idee der Anspielgruppe mag abstrus wirken. Gottes Wort ist jedoch zeitlos und passt in jede Situation. Fünf Ninjas wollten einen Tempel bauen. Wie dies zu der Bibelstelle mit dem Körper mit den vielen Gliedern passt sollte sich dann im Gottesdienst auflösen.


Typisch im Land der Elche haben auch wir einen Fahnenmast. Noch am Vormittag hissten wir die schwedische Flagge. Auf 6m Höhe sorgte die laue Brise für eine wehende blaue Fahne mit gelbem Kreuz. Gut gesättigt vom Mittagsmahl dösten einige auf der Wiese rund um das Haus. Andere ließen sich auch auf den Hängematten nieder. Gut ausgeruht begannen wir mit der Freizeitsportart schlecht hin. Ein Absolutes muss - Roundern. Noch nie davon gehört? Aus dem Schulsport könnte noch dem ein oder anderen das Brennballspiel geläufig sein. Anstatt nun mit einem Softball zu spielen nutzt man Tennisbälle und einen Baseballschläger. In zwei Teams wird eine gewisse Zeit gespielt, um dann die Positionen zu tauschen. Einer aus der Läufermannschaft spielt also den Ball ins Spielfeld. Nun versucht er möglichst weit um das Spielfeld zu laufen. Hierfür hat er Zeit bis die Feldmannschaft den Ball bis zum „Brenner“ gebracht hat. Hierbei ist natürlich nicht die Autobahn in den Alpen gemeint, sondern ein Eimer im vorderen Spielfeld. Hat der Ball nun den Brenner erreicht so sollte der Läufer an einer der 6 sicheren Punkte stehen. Ansonsten muss er zurück zum Anfang. Sobald der nächste Ball gespielt wurde darf er weiterlaufen. Am Ende werden die Punkte der Personen, die es um das Spielfeld schafften, addiert. Gewinner ist nun die Gruppe welche nach dem Wechsel der Positionen die größere Summe hat.


Gnocchi mit Tomatensoße sorgte abends für Begeisterung. Die duftende Tomatensoße mit den geschmolzenen Käsefäden lässt einem immer noch das Wasser im Mund zusammen laufen.

Im Anschluss an das Abendessen ging es an den Strand. Auf Holzstämmen sitzend, das Kreuz vor einem, die Füße im noch warmen Sand zauberte uns die am Horizont des Sees untergehende Sonne eine malerische Kulisse. Bei knisterndem Lagerfeuer sangen wir christliche Lieder. Und dann war ja noch das mit den Ninjas. Unsere Bauelemente des Vogelhauses dienten als Requisiten der Darsteller. Während der Wasserninja Probleme hatte die Holzfäule durch seine Wasserkraft in den Griff zu bekommen kämpfte der Erdninja mit seiner Grobmotorik. Ästhetik getrieben konnte der Lichtninja keine ordentliche Tragkonstruktion erschaffen. Der Naturninja versteckte den Tempel so gut dass ihn keiner finden konnte. Und der Feuerninja hat seine Konstruktion immer wieder aus versehen in Flammen aufgehen lassen. Somit hatte irgendwie jeder der Superhelden seinen Ärger mit den Nachteilen seiner Superkraft. Bis sie auf die Idee kamen den Tempel gemeinsam zu bauen. Jeder brachte seine Fähigkeiten ein und kompensierte somit die Macken der anderen. 

Mit einem Puzzle zum Selbstgestalten wurde die Wichtigkeit eines jeden bildhaft sichtbar. Ein leeres Puzzle sieht ziemlich fad aus. Fehlt ein Puzzleteil so entsteht auch eine unschöne Lücke. Mit einem Segen gingen wir gemeinsam in die Nacht.


Ausklingen ließen wir den Abend bei Musik und Lagerfeuer. Grandioser Weise kam einer der Teilis auf die Idee mit den schokoladig gefüllten Bananen. Man nehme eine Banane, schneide sie der Länge nach auf und fülle diese mit Schokolade. Mit der Hitze der Flammen wird diese dann geschmolzen und die Bannane langsam gegart. Wirklich eine vorzügliche Köstlichkeit. 

Von einem „Freund“ lies ich mir sagen es sei penibel darauf zu Achten die Banane keinesfalls in den Sand fallen zu lassen. 


Mit knirschenden Grüßen vom Sandstrand 

Marco & Marlene

















 

Ankunft

 Der Reisebus wird um ca. 6.45 in Feucht Ankommen.