Freitag, 22. August 2025

Tag 13

 Guten morgääähn, 


heute am letzten ganzen Tag in Schweden gab es ein Plünderfrühstück. Alle Vorräte, die bis jetzt nicht aufgebraucht wurden, kamen auf das morgendliche Buffet. Wo der ganze Joghurt im Kühlschrank her kam ist nicht mehr rekonstruierbar. Mit Nektarinen, Bananen und Äpfeln war der Fruchtjoghurt eine Alternative zum omnipräsenten Weißbrot. Bei einer Runde „ich packe meinen Koffer“ und nehme hoffentlich alle meine Sachen wieder mit, sollten die Habseligkeiten in den eigenen Koffer verfrachtet werden. Hierbei entdeckte so manches Zimmer, dass unter der ganzen Wäsche auch noch Boden ist. Ich habe ja seit langem die Theorie, dass solche Jugendfreizeiten einer Kleidertauschbörse mit Überraschungsfaktor gleich kommen. An Tag 1: Bettenanzahl = Kofferanzahl, in das Zimmer. Gut durchmischen, am Ende der Freizeit: alle Koffer wieder füllen. Der Beweis ist noch nicht geliefert. Sofern diese Aufgabe von jedem im eigenem Verständnis von „Fertigstellen“ erledigt wurde, konnten die letzten Kreativprojekte vollendet werden. Mittags gab es dann noch mal Hot Dogs. Die Kalkulation von 120 Semmeln für 45 Personen war unbeabsichtigter Weise für zwei Mahlzeiten ausgelegt. 15 Eier waren auch noch über. Dank einiger fleißiger Teilnehmenden verwandelten sich die Eier vermengt mit Mehl und Milch zu einem grandiosen Teig. Dieser wurde dann in einer Pfanne zu sogenannten Pfannkuchen herausgebacken. Diese schmackhafte Nachspeise konnte mit Nutella oder Ahornsirup Topping garniert werden. Bei manchen war Ahornsirupsuppe mit Pfannkucheneinlage der treffendere Ausdruck.


In einem ersten Streifzug durch unsere Heimat auf Zeit räumten wir die ersten Gegenstände der letzten Aktionen auf. Es waren aber auch noch viele mit den Vorbereitungen zum Bunten Abend beschäftigt. Just in Time wurden Videos gedreht und das Freizeitlied vertont. 

Abends gab es einen „Friss dich dumm Topf“. Hierbei ärgerten wir uns zum letzten mal über die viel zu schwachen Kochstellen. Der Energiebedarf für die Zubereitung von 7,5 KG Eintopf ist halt nicht mit Hausgeräten in einer normalen Zeit zu bewältigen. Leicht verspätet hätte der Bunte Abend beginnen können. Außerplanmäßig verstopfte noch der Küchenabfluss. In rhythmischen Bewegungen, ähnlich wie bei der Herzdruckmassage, versuchten Sebbo und ich den Abfluss der beiden Waschbecken freizupömpeln. Auf der Zielgeraden mit der Reinigung wurden wir von den Teilis über das Abtreiben des Volleyballs im See unterrichtet. Wagemutig stürzte Sebbo sich in die eiskalten Fluten um den Volleyball, der missbräuchlicher Weise als Fußball zweckentfremdet wurde, zu retten. Nach den spontanen Programmeinschüben erheiterten uns die fantastischen Beiträge unserer Teilnehmenden. Ob eigens umgedichtete originelle Liedtexte oder eine Nachrichtenshow über die Geschehnisse auf der Freizeit. Mit viel Herzblut konnten wir die Früchte der Arbeit der motivierten Jugendlichen begutachten. Aber auch ein Kahootquiz war auf dem Abendprogramm gestanden. Eigentlich sollte ja jeder hier mit 100 Punkten abschließen. Ich musste mich jedoch mit ca. 50% der Punkte als unglaublich schlechten Quizzer betiteln. 

In den Pausen des umfangreichen Abends lagen die Liederhefte von allen aus. Auf den letzten Seiten konnten von jedem noch mal nette Nachrichten verfasst werden. Es ist so schön einige Tage nach der Freizeit diese persönlichen, stärkenden Worte zu lesen.


Nach der Andacht zum Thema Segeln, unterlegt mit der passenden Musik (I‘m Sailing) und einer menge Papierbote war es dann schon um 23.00 Uhr still in den Schlafgemächern. Morgen ist unser Abreisetag. Geplant wollen wir um 10.00 Uhr abfahren. Unter Anbetracht der noch anstehenden Aufgaben wird es kein Zuckerschlecken werden.


Mit besten Grüßen

Marco & Marlene










1 Kommentar:

  1. Cindy und Christian22. August 2025 um 15:07

    Na das hört sich nochmal nach einem spannenden Tag an. Schön das ihr soviel Spaß und eine gute Zeit zusammen habt.

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