Dienstag, 19. August 2025

Tag 9

Guten Morgen, guten Morgen, Guten Morgen, Sonnenschein, Diese Nacht blieb dir verborgen.

Wie in dem Lied von Nana Mouskuri 1977 gesungen sollte es heute ein Atemberaubender Tag werden. Routiniert standen wieder alle pünktlich um 8.30 zum Frühstück im Speisesaal. Bei Weißbrot mit Marmelade oder Müsli mit Milch, dazu Kaffee, Tee oder auch Kaba begann für alle der Tag. Vereinzelt greift der ein oder andere Teilnehmende auch zum Apfel oder der Banane. Das Abendprogramm warf schon am Morgen seine Schatten voraus. Denn ein Werkstattgottesdienst sollte zusammen gezimmert werden. Also machten sich mehrere Kleingruppen an die Arbeit. Es sollte ein Anspiel geben, Lieder zur musikalischen Untermalung aber auch Gebete und Fürbitten sollten geschrieben werden. In der Dekogruppe wurde über den passenden Ort und die Gestaltung für das Fest geredet. Es lag natürlich nahe den Strand hierfür zu nutzen. Mit gemeinsamen Kräften hatten sie ein 2m hohes Holzkreuz aus weißen Birkenästen gefertigt. Die erste Idee der Anspielgruppe mag abstrus wirken. Gottes Wort ist jedoch zeitlos und passt in jede Situation. Fünf Ninjas wollten einen Tempel bauen. Wie dies zu der Bibelstelle mit dem Körper mit den vielen Gliedern passt sollte sich dann im Gottesdienst auflösen.


Typisch im Land der Elche haben auch wir einen Fahnenmast. Noch am Vormittag hissten wir die schwedische Flagge. Auf 6m Höhe sorgte die laue Brise für eine wehende blaue Fahne mit gelbem Kreuz. Gut gesättigt vom Mittagsmahl dösten einige auf der Wiese rund um das Haus. Andere ließen sich auch auf den Hängematten nieder. Gut ausgeruht begannen wir mit der Freizeitsportart schlecht hin. Ein Absolutes muss - Roundern. Noch nie davon gehört? Aus dem Schulsport könnte noch dem ein oder anderen das Brennballspiel geläufig sein. Anstatt nun mit einem Softball zu spielen nutzt man Tennisbälle und einen Baseballschläger. In zwei Teams wird eine gewisse Zeit gespielt, um dann die Positionen zu tauschen. Einer aus der Läufermannschaft spielt also den Ball ins Spielfeld. Nun versucht er möglichst weit um das Spielfeld zu laufen. Hierfür hat er Zeit bis die Feldmannschaft den Ball bis zum „Brenner“ gebracht hat. Hierbei ist natürlich nicht die Autobahn in den Alpen gemeint, sondern ein Eimer im vorderen Spielfeld. Hat der Ball nun den Brenner erreicht so sollte der Läufer an einer der 6 sicheren Punkte stehen. Ansonsten muss er zurück zum Anfang. Sobald der nächste Ball gespielt wurde darf er weiterlaufen. Am Ende werden die Punkte der Personen, die es um das Spielfeld schafften, addiert. Gewinner ist nun die Gruppe welche nach dem Wechsel der Positionen die größere Summe hat.


Gnocchi mit Tomatensoße sorgte abends für Begeisterung. Die duftende Tomatensoße mit den geschmolzenen Käsefäden lässt einem immer noch das Wasser im Mund zusammen laufen.

Im Anschluss an das Abendessen ging es an den Strand. Auf Holzstämmen sitzend, das Kreuz vor einem, die Füße im noch warmen Sand zauberte uns die am Horizont des Sees untergehende Sonne eine malerische Kulisse. Bei knisterndem Lagerfeuer sangen wir christliche Lieder. Und dann war ja noch das mit den Ninjas. Unsere Bauelemente des Vogelhauses dienten als Requisiten der Darsteller. Während der Wasserninja Probleme hatte die Holzfäule durch seine Wasserkraft in den Griff zu bekommen kämpfte der Erdninja mit seiner Grobmotorik. Ästhetik getrieben konnte der Lichtninja keine ordentliche Tragkonstruktion erschaffen. Der Naturninja versteckte den Tempel so gut dass ihn keiner finden konnte. Und der Feuerninja hat seine Konstruktion immer wieder aus versehen in Flammen aufgehen lassen. Somit hatte irgendwie jeder der Superhelden seinen Ärger mit den Nachteilen seiner Superkraft. Bis sie auf die Idee kamen den Tempel gemeinsam zu bauen. Jeder brachte seine Fähigkeiten ein und kompensierte somit die Macken der anderen. 

Mit einem Puzzle zum Selbstgestalten wurde die Wichtigkeit eines jeden bildhaft sichtbar. Ein leeres Puzzle sieht ziemlich fad aus. Fehlt ein Puzzleteil so entsteht auch eine unschöne Lücke. Mit einem Segen gingen wir gemeinsam in die Nacht.


Ausklingen ließen wir den Abend bei Musik und Lagerfeuer. Grandioser Weise kam einer der Teilis auf die Idee mit den schokoladig gefüllten Bananen. Man nehme eine Banane, schneide sie der Länge nach auf und fülle diese mit Schokolade. Mit der Hitze der Flammen wird diese dann geschmolzen und die Bannane langsam gegart. Wirklich eine vorzügliche Köstlichkeit. 

Von einem „Freund“ lies ich mir sagen es sei penibel darauf zu Achten die Banane keinesfalls in den Sand fallen zu lassen. 


Mit knirschenden Grüßen vom Sandstrand 

Marco & Marlene

















 

1 Kommentar:

  1. Cindy und Christian20. August 2025 um 01:46

    Hallo ihr euer Tag hatte ja wieder einiges auf dem Programm. Es ist schön zu sehen was ihr alles für den Abend vorbereitet habt. Es ist schon ein tolles Erlebnis ein Gottesdienst am Strand zu verbringen. Bei uns ist das Wetter zum Glück auch wieder angenehmer geworden. Wünschen euch noch eine schöne Zeit.

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